Fredi war im „Wittlager Land“ bekannt durch seine langjährige Tätigkeit im einstigen Rabewerk in Linne. Hier war er im Nebenamt „Betriebs-Sanitäter“; er leistete den Kollegen bei Quetschungen, Prellungen und Knochenbrüchen Erste Hilfe bis der hauptamtliche Rettungsdienst eintraf. Noch bei seinem 85. Geburtstag erzählte er in seinem Wintergarten der Abordnung des DRK-Ortsvereins Bad Essen e.V. mit Dr. med. Ulrich Billenkamp, Silke Depker und Eckhard Grönemeyer kuriose Einsätze aus seinem Berufsleben im Rabewerk. Ein junger Kollege hatte ein Körperteil im Reißverschluss eingeklemmt, schmerzhaft – aber Fredi in seiner besonnenen und mitfühlenden Art nahm dem Patienten das Gefühl der Peinlichkeit. Fredi war überzeugter DRK-Helfer über viele Jahrzehnte, war Zugführer und Einsatzleiter, Ausbilder in der Ersten Hilfe. Der trug noch mit Überzeugung den „mausgrauen“ DRK-Einsatzanzug, leistete bei vielen Volksfesten und Festumzügen den Sanitätsdienst. Zuletzt hatte der DRK-Ortsverein seinen Standort im Hause Aufermann an der B 65 in Harpenfeld, Garagen für die Einsatzfahrzeuge und einen bescheidenen Gruppenraum.
Er teilte seine Leidenschaft für die ehrenamtliche Mitarbeit im DRK mit seiner Ehefrau Erika, die ihn tatkräftig unterstützte, selbst als DRK-Helferin. Mit dem damaligen DRK-Kreisbereitschaftsleiter Heinrich Böster aus Eielstädt war er eng verbunden. Beide setzten sich mit dem damaligen DRK-Kreisgeschäftsführer Hans-Eberhard Dreinhöfer für die regelmäßigen Partnerschaftsbegegnungen mit dem Croux Rouge in Bolbec ein. An den Partnerschaftsaustauschen Bolbec-Wittlage nahm die Familie Baptist langjährig teil, das befreundete Ehepaar vom Roten Kreuz in Bolbec gehörte symbolisch zur Familie, weil Feste, Familienfeiern und jetzt Trauer gemeinsam in Freundschaft getragen wurden.
Die Partnerschaft mit Bolbec war ein Herzensanliegen von Fredi Baptist und über die Jahre hatte er sich französische Sprachkenntnisse angeeignet.
Fredi Baptist hat sich Verdienste um das DRK im Wittlager Land erworben. Dafür wurde er mehrfach ausgezeichnet und geehrt.
Am Freitag 26. Juni 2026, 11 Uhr, werden die sterblichen Überreste zu Grabe getragen.
Text und Fotos/Repro: Eckard Grönemeyer




